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5 Snehalaya Kinderheime mit rund 200 Jungs und Maedels. Eine grosse Familie und ich mitten drin!

Samstag, 20. September 2014

Der erste Schock ist überwunden

Viele Gedanken und Erlebnisse brauchen manchmal viele Worte:

Die letzten Tage waren für uns alle eine Herausforderung. Weil es mit unserer Registrierung in Indien nicht so richtig klappen wollte und immer etwas gefehlt hat, haben wir im Grunde die letzte Woche nur in Paltan Bazar (Heim für große und wenig gefestigte Jungs inklusive Nightshelter) im Office verbracht und deshalb auch kaum etwas mit unseren Kindern in Auxilium machen können. Wir hoffen, dass sich dieser Zusatand nach der Registration endlich bessert. Immerhin haben wir noch sehr viel vor mit unseren Kleinen! 

Neben diesem ganzen Stress ist Sarah zusätzlich auch noch krank geworden. Am Donnerstag Abend hat sie über einen angeschwollenen Fuß geklagt (Wahrscheinlich durch einen Insektenstich) und wir sind spät abends in ein nahe gelegenes Krankenhaus gegangen. Allein diese Institution ist eine Reise nach Indien wert! Das Krankenhaus sieht von innen so aus wie die Irrenanstalten aus dem letzten Jahrhundert! Aber das Personal war nett und hat ihr Antiallergika und eine Salbe verschrieben. So weit so gut. Am nächsten Tag hatten wir beschlossen, dass ich alleine nach Paltan Bazar fahre und sie sich ausruht. Ich saß keine 2 Stunden im Office als ich einen alarmierenden Anruf erhielt, dass es Sarah sehr schlecht geht und sie sofort ins Krankenhaus will. Okay, also habe ich mir einen Driver organisiert und hab sie abgeholt und in ein Krankenhaus gebracht. Vor Ort wurde sie kompetent untersucht und auch hier wurde mit Medikamenten nicht gespart. 
Diagnose: Allergische Reaktion auf die Insektenstiche (Antiallergika, Antibiotika und abschwellende Schmerzmittel) und eine Erkältung (Hustensaft und Nasenspray). Aber über Nacht sollte sie dann doch noch bleiben. Also haben wir letzte Nacht unsere erste Nacht in einem indischen Krankenhaus verbracht! Yeah! 
Das Krankenhaus, bei dem man Alpträume bekommen kann! 

Jaja, auch beim Blutdruckmessen noch
 gut gelaunt. Da wusste sie noch nicht,
 wie das Krankenhausessen schmeckt!
Medizin ohne ende. Das wurde ihr alles
verschrieben














Heute hat sie sich zuhause ausgeruht während Maureen und ich wieder Office-Action hatten. Als wir dann endlich soweit fertig waren, haben wir tatsächlich noch ein bisschen Zeit gefunden, mit den Jungs Fußball zu spielen (ich habe immer noch einen ganz roten geschwollenen Fuß, die gehen echt hart ran!) und nach einer kleinen Wasserschlacht beim anschließenden Füßewaschen haben wir ein klitzekleines Bisschen Circus gemacht, sprich Handstand und Brücke, und ich habe mein allererstes Armdrücken verloren! Jean Paul hat es tatsächlich geschafft, das kollektive Selbstbewusstsein der Jungs wieder herzustellen! 



Alles in Allem geht es aber wieder aufwärts, glaube ich. Der Papierkram ist soweit erledigt, das heißt nächste Woche können wir uns dann wieder unseren Kinder widmen, und Sarah geht es auch den Umständen entsprechend gut. Morgen sollen wir ganz  kurzfristig und überraschend das erste mal Circus mit den 48 Jungs in Dhirenpara machen. Zu dritt (bzw. zu zweit weil Sarah eigentlich im Bet bleiben soll). Ich bin mal sehr gespannt wie es laufen wird.

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